Ihr fragt euch sicher, was hinter diesem Wort stecken mag. Gestern Abend habe ich, kurz vor dem zu Bett gehen, wieder einmal die Youtube-Welt durchforscht. Ich mache das häufig, steige dabei über GoogleVideo ein und sehe mir zunächst die „most blogged“, die „most shared“ und die „most viewed“ Videos an, um danach nach Lust und Laune herumzustöbern. Bei der besagten Tour gestern, bin ich auf ein Video von zwei Jungs gestoßen, Chriss und Jake, die unter dem Namen Syncsta bekannt sind. Hinter dem Wort verbergen sich vermutlich die beiden Begriffe synchronization und star, denn bei den Videos von den beiden handelt es sich Videoaufnahmen von ihnen selbst, wie sie einen Popsong singen. Die Audiospur ist aber dieser Song selber. Man spricht hierbei von lip-synchronizing oder kurz lip-sync. Es existiert eine Vielzahl solcher Videos auf Youtube und die Videos sind auch gar nicht besonders spektakulär, aber… ja, aber, es hat sich im Falle der beiden britischen Teenager ein nicht erklärbarer Hype um sie gebildet. Erst seit dem Jahr 2006 produzieren sie ihre Videos und, man höre und staune, wurden schon über eine Millionen Male auf Video angeschaut. Es existieren Fan-Video-Botschaften an sie, es gibt Neider, die etwas peinlichere Bilder der beiden ins Netz gestellt haben und Syncsta moderiert nun auch über Youtube. Die Jungs sendeten ein Weihnachst-Video mit dem Versprechen bald einen neuen Musikclip heraus zu bringen.
Sucht man nach dem Begriff Syncsta auf Google, so gelangt man auf eine Seite, auf der sogar davon gesprochen wird, dass ein Musikmanager, der unter anderem schon Take That betreut hatte, sich den beiden angenommen hat und ihre „Karriere“ begleitet. Außerdem war die Gruppe inzwischen im TV zu sehen, wo sie ihre Geschichte dargestellt haben. Das Phänomen hat sich in der ganzen Welt ausgebreitet. Die Geschichte muss sich doch für einen Jugendlichen, z.B. einen unserer Schüler, wie ein Traum anhören. Mit einem Freund und einer Videokamera ausgerüstet ein wenig Spaß haben und dabei fast über Nacht berühmt werden. Dass so etwas möglich ist, haben wir der Globalisierung und der massenhaften Nutzung des Internets zu verdanken. Ob
man eine solche Entwicklung für gut oder schlecht halten soll, wäre zu diskutieren. Mich würde interessieren, was ihr von diesem Phänomen haltet, ob und wie ihr eure Schüler eventuell sogar ermuntern würdet, ihre Ideen und Talente der Weltöffentlichkeit darzubieten und wie man Chancen und Risiken in der Schule diskutieren könnte. Vielleicht seid ihr ja aber auch selbst auf Youtube zu sehen und damit vielleicht morgen schon eine Berühmtheit.
Bearbeitung
mit einer außerplanmäßigen kurzen Vorstellung des Projektes
tun? Würde es nicht reichen Schulen und Schüler mit
schnell den Tipp geben, dass nicht notwendigerweise „ein großes komplexes Problem nur durch eine ebenso große komplexe Lösungsstrategie angegangen werden kann“. Watzlawick nennt den umgekehrten Fall „Die Strategie der kleinen Schritte“. Er meint: „Das Rezept lautet, sich nicht zu fragen, was wir tun müssen, um die Dinge zu verbessern, sondern sich die äußerst nihilistische Frage zu stellen, was wir tun müssten, um die Lage vollkommen unmöglich zu machen“. Es geht also darum zu erkennen, was ich alles tun könnte, um eine komplexe Situation noch zu verschlimmern und was für ein großer Erfolg es bereits ist, diese Dinge zu erkennen und es nicht schlimmer kommen zu lassen.
n ein einziges gutes Buch zu lesen, neben unseren sonstigen Aufgaben. Vor nicht allzu langer Zeit ist ein „Best of Paul Watzlawick“-Buch erschienen, welches ich aus der Stadtbücherei in Konstanz ausgeliehen habe. Es heißt „Wenn du mich wirklich liebtest, würdest du Knoblauch essen“ und enthält eine schön gegliederte Zusammenstellung der interessantesten Ideen. Besonder empfehlen möchte ich das Kapitel „Von Liebe, Glück und anderen menschlichen Themen, in dem Texte abgedruckt sind, die vor allem für mich als immer suchendem Menschen eine Vielzahl an Orientierungshilfen anbieten.
Schule, per ICQ oder Skype kommunizieren würden. Dies wollen die Schüler auf keinen Fall, nicht für die Schule, also zum Austausch von Dateien, zur Motivation, zur Hilfe bei Lernproblemen oder zur Verbreitung von Hausaufgaben und auch nicht privat. Schüler der Kantonsschule Frauenfeld, die uns im Modul Angewandte Erziehungswissenschaften besucht haben, waren über diese Frage von mir eher belustigt und reagierten mit totaler Ablehnung. Seltsam eigentlich, wo sich Schüler doch immer wieder beschweren, dass die Lehrer zu wenig auf sie eingehen, sie nicht verstehen wollen, sie nicht richtig motivieren können und sie bei Problemen nicht unterstützen. Was bleibt einem als Lehrer also übrig? Lächlen, begeisterungsfähig sein, charmant und humorvoll unterrichten, aber alles bitte in Maßen und Mensch sein bitte nur wenn es unbedingt nötig ist und Kommunikation in der Schule, das reicht.
und die Prozesse der sinnlichen Wahrnehmung von der Interpretation und damit Wertung des Beobachteten trennen kann. Falls dem nicht so sei, argumentierte ein Kommilitone, wäre es sinnvoller sich nicht mit der Einübung von Techniken zur wertfreien Beobachtung zu beschäftigen, sondern damit wertende Interpretationen zu kontrollieren und nicht zu Kurzschlussreaktionen sich hinreißen zu lassen.
n gnadenlosen Konkurrenzkampf, also Sozialdarwinismus. Und schließlich fügt er noch, den für mich interessantesten Aspekt an. Lebenslanges Lernen wird dann zum Problem, wenn es unkritisch und wahllos allem Neuen hinterherjagend zu Oberflächlichkeit und zum permanenten Stress degeneriert (Modernismus).