Ehmseb’s B(P)log

Februar 18, 2008

Local warming oder warum bloggen schädlich ist…

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 10:56

Ich habe für euch zwei spannende Videos gefunden, die es sich lohnt zu schauen. Sie stammen von einer meiner liebsten Webseite TED, auf der großer Denker und Macher ihre Ideen in knappen talks vortragen.
Der erste der beiden richtet sich vor allem an die Männer unter uns und beschäftigt sich mit den Gefahren des bloggens auf sehr unterhaltsame Weise. Er ist von Yossi Vardi, einem israelitischen Unternehmer. Schaut ihn euch hier an.
Der zweit ist ein Plädoyer dafür unsere Kinder nicht in Watte zu packen, sondern sie sich mit den Gefahren dieser Welt auseinander setzten zu lassen. Gever Tully, der Gründer der Tinkering School, in der Kinder lernen mit Werkzeugen Dinge zu bauen, Probleme zu lösen und sie mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen, erzählt, warum er glaubt, dass sich unsere Kinder bald am ersten nicht absolut runden, unverschluckbaren Gegenstand verletzen werden, wenn wir weiter machen sie zu überbehüten. Schaut euch hier an, was er zu sagen hat.
Der zweite der beiden Talks hat mir sehr gut gefallen. Ich stimme im Grunde Gever Tully zu und kann nur hoffen, dass sich zukünftige Eltern die Zeit nehemen werden, mit ihren Kindern gefährliche Dinge zu tun und zwar je früher desto besser. Seine Ausführungen sollte auch für uns Lehrer Ermutigung sein, mit unseren Schülern aus der Schule heraus zu gehen und das Leben dort zu „begreifen“ (im wahrsten Sinne des Wortes), wo es passiert. Mir scheint, dass die Kinder in Tullys Tinkering School sehr viel lernen, obwohl dies wohl eher ein zweitrangiges Ziel ist. Sie lernen, weil sie die Welt begreifen, sie beobachten, Geschehnisse bewerten und zu ihren bisherigen Erfahrungen in Beziehung setzen. So lernen Kinder ohne Angst und Druck, da es kein falsch und richtig gibt und Fehler lehrreicher sind als wenn alles von Anfang an klappt.

Was macht eine Person zur Persönlichkeit?

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 10:51

Für die erste Sitzung im Modul Berufspädagogik, habe ich, zusammen mit Timo, die Aufgabe ein Mini-Input zum „Thema Persönlichkeitsentwicklung innerhalb der Berufsausbildung“ zu halten. Wir haben uns dazu mit einem Gutachten von Frank Achtenhagen im Buch „Facetten des beruflichen Lernen“ beschäftigt. Leider werden wir nur einige wenige Punkte im Mini-Input weitergeben können. Das Gutachten gibt wenig konkrete Hinweise, wie mit dem Thema umgegangen werden soll. Es zeigt auf, dass die bestehende Meinung sei, dass Persönlichkeitsentwicklung wichtig ist und notwendigerweise innerhalb der Berufausbildung eine Rolle spielen soll und es dabei nicht nur als Additum aufzufassen ist, sondern integraler Bestandteil der Ausbildung sein soll. Weiters wird angegeben, dass es schwierig sein wird abzuschätzen, wie hoch der finanzielle Aufwand für die Überabreitung der Lehr- und Lernangebote sein wird und daher auch, ob es sich am Ende lohnen wird, diese Investitionen getätigt zu haben. Als wichtiger Punkt wird erwähnt, dass sich mit der Umbildung der Berufsausbildung nicht nur Chancen, sondern auch Risiken ergeben, insbesondere für schwächere Jugendliche, die mit den erweiterten Anforderungen nicht zurecht kommen werden und für strukturschwache, kleinere Betriebe, die vor dem höheren finanziellen Einsatz zurück schrecken und einer internen Umbildung der Betriebs- und Ausbildungsabläufe skeptisch gegenüber stehen.
Ein spannender Punkt, den der Autor erwähnt, ist die Perspektive des lebenslangen Lernens, unter der die Persönlichkeitsentwicklung in die berufliche Qualifizierung eingebracht werden soll. Er spricht hier von möglichen Fehlentwicklungen, die die Einheit der Person und ihres Lebenszusammenhanges, sowie die Kontinuität ihrer Entwicklung bedrohen, deren es aber, der sozialen Zuverlässigkeit und morlischen Verantwortlichkeit der Individuen willen bedürfe. Es geht hier um die Beschränkung des lebenslangen Lernens, nicht nur auf die berufliche Dimension, sondern noch weiter auf rein wirtschaftliche Gesichtspunkte, als Ökonomismus. Zweitens nennt er die Gefahr des lebenslangen Auf- und Nachrüstens für einen gnadenlosen Konkurrenzkampf, also Sozialdarwinismus. Und schließlich fügt er noch, den für mich interessantesten Aspekt an. Lebenslanges Lernen wird dann zum Problem, wenn es unkritisch und wahllos allem Neuen hinterherjagend zu Oberflächlichkeit und zum permanenten Stress degeneriert (Modernismus).
Mit diesem Modernismus habe ich persönlich häufig zu kämpfen und habe die Fähigkeit mit dem ernormen Überangebot an Information umzugehen und der unterschwelligen Aufforderung von Seiten der Medien, der Schule und sonstiger Autoritäten, sich für alles und jedes zu interessieren, Komplexitätskompetenz genannt. Michael Giesecke hat auf der Seite „Triadisches Denken“ dazu einen spannenden Vortrag gehalten.

Welche Gedanken habt ihr dazu?

Januar 16, 2008

Poster ist nicht gleich Poster!

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 6:21

Tja, die Präsenzsitzung der Woche 3 2008 im Modul BP war außergewöhnlich. Den Großteil der Zeit verbrachten wir Studenten auf einer Poster-Session (so heißt das nämlich, zumindest auf Fachtagungen oder Kongressen). Wir hatten auf diese Sitzung, von uns erstellte Lernjobs (weiter Lernjobs findet ihr hier; lustig, wenn man nach „Lernjob“ googelt, kommt der von Sandrine schon als sechstes Suchergebnis) für eine Poster-Präsentation aufzuarbeiten. Max hatte uns mit Info-Material zur Methode des Präsentierens versorgt und uns darauf hingewiesen, dass wir die Gestaltung so machen sollten, dass klar wird, was das attraktive an unseren Lernjobs ist und dass unsere Mitstudenten gerne an unser Poster zu Diskussionen kommen. Zunächst sollte eine kurze Vorstellung des Jobs erfolgen und erst daran anschließend eine längere Diskussion.
Als ich an diesem Dienstag ins Hafencenter kam war ich schon sehr überrascht, welchen enormen Aufwand einige meiner Mitstudenten betrieben hatten für diese wenige Mintuten dauernden Präsentationen. Scheinbar ist doch mehr Zeit vorhanden, als das aus den Beschwerden über die Belastung im Studiengang zu vermuten war. Mein Poster selbst bestand lediglich auch meheren DIN A4 Blättern, die ich farblich beschriftet und mit Bildern versehen hatte (hier ein Link über effective posters) Im Zentrum stand mein Lernjob selbst. Meine Präsentation war kurz und knapp aber enthielt das Wesentliche. Zum Teil wurde aber viel zu lange geredet und meine Mitstudenten verloren sich in Ausführungen über den Inhalt ihrer Jobs. Die meisten Fächer meiner Mitstudenten sind für mich wenig interessant, genauso wie der genaue Inhalt der Jobs. Mich hätte mehr die Form, die Sprache und die Umsetzung im Unterricht interessiert. In der Zeit nach den Kurzpräsentationen habe ich mich dann auch eher mit den knapperen Präsentationen beschäftigt, bei denen ich nicht zunächst minutenlang lesen musste. Alex hat eine funktionierende Lernjob-Werkstatt vorgestellt, die ich mir genauer angeschaut habe und zu der ich auch einen Kommentar auf der Lernplattform Moodle erstellt habe. Ich war von seiner Präsentation und seinem Job begeistert. Er enthält beinahe alle Komponenten, die ich auch für sinnvoll und gut halte und er wurde in der Praxis erprobt und für gut befunden. Desweiteren habe ich mir eine Werkstatt von Ewa aus dem Fach Italienisch angeschaut. Sie hat sich viel Mühe mit der Präsentation und dem Job selbst gemacht, ihn auch ausprobiert und er scheint geklappt zu haben. Allerdings ist bei beiden Jobs der Vorbereitungsaufwand enorm. Die Jobs waren für Doppelstunden ausgelegt und ich kann mir nicht vorstellen, dass es später im Beruf möglich sein wird, jeder Doppelstunde in solcher Art und Weise zu planen und zu unterrichten.

Januar 8, 2008

Fragen über Fragen, jetzt eigentlich erst!

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 4:54

Nachdem ich im letzen Beitrag eigentlich nur etwas den Beginn der erste BP-Situng im neuen Jahr kommentiert und reflektiert habe, soll es jetzt tatsächlich um das Thema der Sitzung gehen. Wir haben uns mit Fragen beschäftigt. Lehrer fragen ständig. Es ist quasi ihr Job zu fragen. Aber Fragen dienen mehr als der Wissensüberprüfung. Und Fragen sind viel mächtiger, als dass man sie „einfach nur so“ einsetzten sollte. Jede Frage gibt die Denkrichtung des Befragten vor und lenkt ihn zu einer bestimmten Antwort hin. Dessen sollte sich jeder Lehrer bewusst sein. Eine Frage ist eine Störung eines Systems, sie verändert das System, es strebt einem neuen Gleichgewicht zu. Jede Frage verändert den Zustand eines Systems und zwar in einer zwar schwer vorhersehbaren, aber doch eignen Weise. Wir haben uns mit der Macht der Fragen an Hand kleiner Rollenspiele beschäftigt, um selbst zu erfahren, wie es uns als Fragenden und Befragten geht. Fragen spielen auch in einer Beratungs- oder Coaching-Situation eine entscheidende Rolle. Allein die, auf den ersten Blick ähnlich scheinenden Fragen WARUM? und WIESO? zielen auf sehr verschiedene Dinge. Neben unserem Coach Max, gibt es im Internet viele Ideen dazu. Hier was die Coach-Academy zum Thema Fragen sagt.

Neben Fragen gibt es weitere Aspekte eines Coaching, die wir in der zweiten Hälfte der Sitzung diskutiert und wieder mit Rollenspielen selbst erfahren haben. Zunächst haben wir uns der Ressourcen-orientierten Haltung beschäftigt. Diese ist angebracht, wenn nicht zunächst mitfühlend oder anteilnehmend auf eine Problemsituation in einem Gespräch reagiert werden soll, sondern wenn nach einer Lösung gesucht wird. Nimmt man eine solche Haltung ein, dann kann (so die Annahme von Max) in jeder Person eine Ressource gefunden werden, die hilft einem Problem entgegen zu treten.

Geht man bewusst in ein Coaching-Gespräch hinein ist es notwendig sich professioneller Mittel zu bedienen, um möglichst großen Nutzen aus solch einem Gespräch zu gewinnen. Dazu gehört eine gute Fragetechnik (siehe oben), eine Ressourcen- und Lösungs-oirientierte Haltung und letztlich auch die Herstellung von Rapport (ein Begriff, der aus dem Bereich des NLP kommt). Mit letzterem ist gemeint, dass man sich durch Kallibrierung (Austesten des Gesprächspartners) sowohl verbal, wie non-verbal auf eine gemeinsame Position mit dem Coachee bringt, um von dort aus (möglicherweise von der Problemebene) auf die Lösungseben mit all ihren positiven Aspekten hinauf zu steigen. Hier für euch noch ein schönes Video auf Englisch zum Thema Coaching.

Fragen über Fragen

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 3:43

Neues Jahr, neues Glück! Das Jahr 2008 hat begonnen und am Dienstag den 8. Januar durfte ich meine Kollegen im Modul Berufspädagogik endlich wieder begrüßen. Als kleine Neujahrs-Geschenk hat und unser Dozent Max das didaktische Kartenspiel „Lernerfolg ist lernbar“ des hep-Verlages mitgebracht, das wir bei ihm bestellt hatten und das uns 22×33 Möglichkeiten bietet mit unseren Schülern Themen zu bearbeiten. Wir hatten das Spiel alle bei Max bestellt und er hat sogar einen Rabbatt von 10% für uns ausgehandelt. Das Spiel bietet die Möglichkeit verschiedene Methoden der Verabeitung eines Themas (z.B. Analysieren, Exemplifizieren, Zusammen fassen…) mit unterschiedlichen Methoden der Präsentation (z.B. Mindmap, Powerpoint-Präsentation, Speed-Input…) zu kombinieren und gestattet es so einem Schüler sich die Kombination auszusuchen, die ihm am ehesten liegt und geeignet erscheint, einen Sachverhalt anzugehen und seinen Mitschülern weiter zu geben.

Nach einigen organisatorischen Anmerkung unseres Dozenten, durfte ich meinen vorbereiteten Einstieg durchführen. Ich wollte meinen Mitstudenten mit einem musikalisch, rhythmischen Spiel die Möglichkeit geben, die Aspekte der Kommunkation und der Komplexität, die in den bisherigen Präsenzsitzungen im Modul BP, eine große Rolle gespielt hatten, am eigenen Leib zu erfahren. Da das Thema der Sitzung an diesem Tag „Coaching und Lernberatung“ war, passte dies auch gut. In einem ersten Teil sollten alle ihre Erlebnisse der letzten acht Wochen erzählen und ihr Gefühle dabei beschreiben und dabei einen einfachen Rhythmus mit den Händen klopfen. Schon dabei war erkennbar, wie komplex ein solch „einfach“ erscheinendes Setting war und welche Schwierigkeiten sich dabei ergaben. Im zweiten Teil, den ich mit „Komplexität ist schön“ betitelt hatte, wurden zwei aufwenidgere Rhythmen erlernt, die zusammen genommen mehr als ihre Summe ergaben nämlich und einen tollen rhythmischen Klang von der gesamten Gruppe. Ich hatte das Gefühl, meine Mitstudenten haben tatsächlich erfahren, wie schon Systeme mit wenigen Komponenten komplexe Systeme sein können und wie das Zusammenspiel der Komponenten im Resultat etwas völlig Neues ergibt.
Zum Thema Rhythmus hier noch eine Idee eines anderen spannenden Blogs, der sich hauptsächlich mit Musik beschäftigt.

Januar 5, 2008

Local warming oder warum bloggen schädlich ist…

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 9:14

Hallo meine lieben Mitstudenten und sonstigen Besucher meines Blogs.
Mein letzter Eintrag ist exakt zwei Monate her und daher wird es höchste Zeit, dass ich an meinem Blog weiter arbeite.
Für den Anfang habe ich für euch zwei spannende Videos gefunden, die es sich lohnt zu schauen. Sie stammen von einer meiner liebsten Webseite TED, auf der großer Denker und Macher ihre Ideen in knappen talks vortragen.
Der erste der beiden richtet sich vor allem an die Männer unter uns und beschäftigt sich mit den Gefahren des bloggens auf sehr unterhaltsame Weise. Er ist von Yossi Vardi, einem israelitischen Unternehmer. Schaut ihn euch hier an.
Der zweit ist ein Plädoyer dafür unsere Kinder nicht in Watter zu packen, sondern sie sich mit den Gefahren dieser Welt auseinander setzten zu lassen.  Gever Tully, der Gründer der Tinkering School, in der Kinder lernen mit Werkzeugen Dinge zu bauen, Probleme zu lösen und sie mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen, erzählt, warum er glaubt, dass sich unsere Kinder bald am ersten nicht absolut runden, unverschluckbaren Gegenstand verletzen werden, wenn wir weiter machen sie zu überbehüten. Schaut euch hier an, was er zu sagen hat.
Der zweite der beiden Talks hat mir sehr gut gefallen. Ich stimme im Grunde Gever Tully zu und kann nur hoffen, dass sich zukünftige Eltern die Zeit nehemen werden, mit ihren Kindern gefährliche Dinge zu tun und zwar je früher desto besser. Seine Ausführungen sollte auch für uns Lehrer Ermutigung sein, mit unseren Schülern aus der Schule heraus zu gehen und das Leben dort zu „begreifen“ (im wahrsten Sinne des Wortes), wo es passiert. Mir scheint, dass die Kinder in Tullys Tinkering School sehr viel lernen, obwohl dies wohl eher ein zweitrangiges Ziel ist. Sie lernen, weil sie die Welt begreifen, sie beobachten, Geschehnisse bewerten und zu ihren bisherigen Erfahrungen in Beziehung setzen. So lernen Kinder ohne Angst und Druck, da es kein falsch und richtig gibt und Fehler lehrreicher sind als wenn alles von Anfang an klappt.

Oktober 30, 2007

Arbeiten mit Begriffen

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 4:07

Gerade habe ich die letzte Sitzung BP hinter mir und nach etwas Abstand, möchte ich meine Gedanken zu einigen Aspekten der Sitzung reflektieren.
Vor allem im zweiten Teil, als es weniger ums mitmachen und bewerten ging, habe ich mir, während der Sitzung Überlegungen angestellt, zum Einsatz, der gezeigten Methoden im Unterricht.
Die neue Methode heute war die Strukturlege-Methode (hier Gedanken dazu auf dem Schweizer Bildungsserver). Ich ordne sie ein unter das allgemeine Thema „Arbeit mit Begriffen“, das auch im Methoden-Teil des Buches „Einfach systemisch!“ besprochen wird. Ich denke, dass es kein Fach gibt, in dem man nicht mit Begriffen, mit Fremdwörten, mich Schlagwörtern oder sonstigen feststehende Bezeichnungen umzugehen hat. Auch in den Naturwissenschaften, in Biologie, aber im besonderen in Chemie, spielt das Lernen von Begriffen und das in Bezug zu einander setzen ein sehr große Rolle. Wichtige Begriffe und Bezeichnungen zu einem Thema kommen in Unterrichts-Vorträgen und Gesprächen häufig vor und jeder hat seine eigene „Ahnung“ davon, um was es eigentlich dabei geht. Selten werden die Begriffe richtig definiert und zum eigentlich Thema einer Stunde gemacht. Die Begriffe hat man zu können und lernt sie am besten auswendig. Mit Kartei-Karten-Systemen, wie sie auch von meiner Praktikumslehrperson angewendet werden, ist dies möglich, aber es wäre schade, sie nur auf diese Art und Weise zum Lerngegenstand zu machen. Auch das Web 2.0 leistet zum Kartei-Karten-Lernen seinen Beitrag. Ein Programm namens „Pauker“ macht es möglich.
Neben dieser klassischen Form stehen die erwähnten Methoden aus dem systemisch-konstruktivistischen Ansatz der Didaktik.
Ich werde die Strukturlege-Technik gleich in einer meiner ersten Stunden einsetzen. Eine Klasse an meiner Praktikums-Schule, bei der ich hospitiert habe, war wenig unruhig, aber auch wenig interessiert und die Mitarbeit ging gleich null. So verkommt der Unterricht leicht zu einer Ein-Mann-Lehrer-Show und wenn nicht überprüft wird, was die Schüler nach einer solchen Stunde gelernt haben, dann kann es spätestens bei einer abschließenden Klassenarbeit ein böses Erwachen geben. Ein erstes Ziel im Unterricht mit dieser Klasse ist es, sie zum reden zu bringen. Mit Hilfe der Strukturlege-Methode werde ich versuchen, ein bereits abgeschlossenes Thema nochmals in den Köpfen präsent zu machen, und die Schüler dazu anzuregen miteinander und auch mit mir zu reden. Dann kann sich zeigen, ob der bisherige Unterricht lernerfolgreich gewesen ist.

Oktober 25, 2007

Alt gegen neu

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 5:39

Ich habe gerade die Unterlagen zu Lernjobs, Komepetenzrastern und dem Werkstatt-Unterricht durchgeschaut und mir kam die Idee, das Konzept, welches darin vorgestellt wird und am KBZ praktiziert wird, dem „alten“ Konzept von Unterrichts-Planung und Durchführung gegenüber zu stellen.
Stark vereinfacht sieht das so aus:

Alt: Fach –> Thema –> Lehrplan –> Inhalte/Ziele –> Vermittlung der Inhalte zur Erreichung der Ziele durch den Lehrer –> Überprüfung der kognitiven Inhalte (selten der Ziele) –> Note

Neu: Fach/Fächer –> Themen (auch fachübergreifend) –> Lehrpläne –> Kompetenzen –> Checklisten –> Lernjobs (für selbstätiges Erarbeiten) –> Rubrics zur Überprüfung –> Kompetenzerwerb

Was meint ihr dazu?

Oktober 24, 2007

Blogeinträge

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 5:48

Mit inzwischen schon einer zweistelligen Zahl an Blogeinträgen, bekomme ich langsam Routine ins führen meiner beiden Blogs. Aber das schreiben eigener Einträge ist ja nur ein Teil der Arbeit. Erst durch das lesen und kommentieren der Einträge meiner Kommilitonen kann ich zum einen einen Überblick über das kollektive Bewusstsein unseres BP- bzw. IKT-Moduls bekommen, zum anderen die volle Punktzahl für meine eigene Arbeit erhalten.
Doch ich muss sagen, dass mir das lesen und kommentieren weit mehr Arbeit bereitet. Die Zahl, vor allem aber die Länge der Posts, die sich in meinem GoogleReader anhäufen, bedeutet, dass ich mich weit länger mit dem bloggen beschäftigen müsste, als ich das möchte. Es fällt mir auch schwer Kommentare zu Einträgen zu schreiben, die tausende Wörter lang sind, bis zu zehn Gedanken beinhalten und bis zu zwanzig Links, die mich in die Weiten des Internets entlassen.
Heute hat mich nur ein Eintrag dazu gebracht, ihn zu kommentieren. Er war von Barbara geschrieben und enhält nur einen Satz und ein Bild.
Ich möchte mich in Zukunft selber versuchen einzuschränken meinen Blog nicht zu einer Zusammenfassung der Präsenzveranstaltungen verkommen zu lassen bzw. zu einer Halde meiner geistigen Ergüsse.

Oktober 23, 2007

LernJobs im MittelPunkt

Gespeichert unter: Uncategorized — ehmseb @ 4:12

Nach zwei Wochen Herbstferien, habe ich heute wieder die Präsenzveranstaltung der Berufspädagogik besucht. Ich habe mich gefreut meine Kollegen wieder zu sehen und habe die Phase heute als sehr fruchtbar und angenehm erlebt. Zwar ist es häufig so, dass Max uns mit zusätzlichen Aufgaben überrascht, die den persönlichen Arbeitsplan arg durcheinander bringen können (so heute geschehen durch die Aufgabe bis Januar einen „LernJob“ zu erstellen), allerdings haben wir den Term „LernJob“ heute ordentlich definiert und in einer anregenden Diskussion von mehreren Seiten beleuchtet. Dazu möchte ich ein wenig Stellung nehmen.
Zu Beginn der Phase zeigte Max uns einen Film, der den Lehr- und Lernalltag des Kaufmännischen Bildungszentrums Zug zum Inhalt hatte. An dieser Schule unterrichtet Max ein IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) – ähnliches Fach. Die Besonderheit der Schule ist ein Lehr- und Lernkonzept mit Namen MittelPunkt (nähere Informationen dazu hier als PDF-Datei), welches sich an zu erwerbenden Kompetenzen orientiert und stark auf selbsttägiges (Er-)lernen setzt. Unterrichtsinhalten werden meist in Form von „LernJobs“ vermittelt (hier meine Definition eines LernJobs). Hinter diesem Begriff verbirgt sich jede Art von Arbeitsaufgabe, die von einem oder von mehreren Schülern selbständig gelöst werden kann. Jegelich From erweiterten Lernens (Gruppenarbeit, Lernaufgabe, Puzzle, Werkstatt-Unterricht…) kann in einen LernJob verpackt werden, wobei bei der Erstellung eines LernJob-Dokumentes (diese bekommen die Schüler schließlich ausgehändigt) bestimmte formale in inhaltliche Regeln zu befolgen sind. Über Selbst- und Fremdeinschätzung der Schüler innerhalb von Kompetenzrastern und der Frage danach, wohin sich ein Schüler entwickeln möchte (bzw. soll, wenn man Lehrplan-Vorgaben beachtet und eine staatlich vorgeschriebene Abschlussprüfung bestehen möchte), werden die LernJobs, die bewältigt werden können, ausgesucht. Dieses Vorgehen bedeutet für den Schüler ein hohes Maß an Flexibilität, aber auch an Verantwortung, die er für seinen eigenen Weg, sein eigenes Lernen übernimmt. Für den Lehrer kann diese neue Art zu lehren, einen unheimlichen Zeitgewinn bedeuten, da die Schüler sich allein oder in Gruppen selbst beschäftigen und er, als Coach der Schüler bzw. deren Lernfortschrittes, sich den wirklich bestehenden Problemen widmen kann. Somit wird die kollektive Intelligenz einer Gruppe/Klasse optimaler ausgenutzt, als dies in der klassischen Form des Unterrichts, mit viel Frontalunterricht, passieren kann.

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